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SPAZ Nachtflohmarkt in der Mombacher Secondhand-Halle
(bag). Am Freitagabend veranstaltet das Sozialpädagogische allgemeinbildende Zentrum „Spaz“ in seiner neu gestalteten Secondhand-Halle einen Nachtflohmarkt. „Wir wollen auch jungen Leuten zeigen, was wir zu bieten haben“, erklärte Leoni Faller-Ervens, Abteilungsleiterin im Secondhand-Laden. „Deshalb haben wir uns dieses Konzept ausgedacht“, sagte sie weiter. Und der Plan ging auf. Die Halle war den ganzen Abend lang gut gefüllt.
DJ White-Rock legte loungige Musik auf, bei der es sich mit einem kühlen Getränk in der Hand gemütlich flanieren ließ. Die Halle ist seit einigen Tagen nicht mehr nur einfach eine nüchterne Industriehalle. Namhafte Mainzer Graffiti-Künstler haben das Thema Secondhand interpretiert und damit die Wände bunt gestaltet. „Wir freuen uns auch, dass die neue Gestaltung mit den Graffitis so gut ankommt - die Mühe hat sich gelohnt“, sagte Hakan Gümüs, Leiter des Secondhandladens.
Außerdem, erzählte Faller-Ervens, sei heute erstmals die neue Abteilung für gebrauchte Fahrradteile und Fahrräder mit im Programm, dies sei für Studenten sicherlich ein interessantes Angebot.
Neben einem gebrauchten Tandem und viel Fahrradzubehör gingen schnell einige Möbel und Hausrat über den Ladentisch.
„Nach der guten Resonanz heute werden wir sicherlich weitere Flohmärkte in den Abendstunden mit verschiedenen Themenschwerpunkten anbieten“, kündigte Gümüs an.
Im Secondhand-Laden werden Arbeitslose unter fachlicher Anleitung für Tätigkeiten in den Bereichen Transport, Lager, Verkauf und Bürotätigkeit ausgebildet. Die gebrauchsfertigen Möbelstücke, Elektroartikel und Haushaltsartikel, die entweder aus Spenden oder aus Haushaltsauflösungen stammen, werden durch die Beschäftigten abgeholt und eingelagert.
In der Holz- beziehungsweise Elektrowerkstatt werden die Stücke gereinigt und aufgearbeitet und schließlich im Laden verkauft. Mit den dabei entstehenden Zusatzqualifikationen sei es für die Beschäftigten einfacher, auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen, sagt Gümüs.
Allgemeine Zeitung vom 17.05.2011
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